Gut vorbereitet geht"s in die letzte Runde
Umzug der Worthschule steht kurz bevor Die Bauarbeiten am Georgenberg laufen noch bis zu den Herbstferien
GOSLAR. Lernen, lernen und nochmals lernen, heißt es ohnehin für die Grundschüler der Worthschule. Doch neben Mathe und Deutsch steht nun auch ein neuer Schulweg auf dem Programm. Am 2. Oktober ist es so weit: Die Klassen ziehen in das Gebäude der Pestalozzischule in der Heinrich-Pieper-Straße um.
Es bleibt ja kaum noch Zeit zum Unterrichten , sagt Beate Meyer-Albrecht, Rektorin der Grundschule Worthstraße. Nicht einmal mehr eine Woche sind es noch bis zum großen Umzug in die Pestalozzischule. Und so. viel muss noch erledigt werden: Kartons beschriften und packen, den Kindern den neuen Schulweg erklären, die Eltern auf die neue Situation vorbereiten...
"Und nebenher muss auch der normale Schulbetrieb funktionieren , sagt sie. In der Pestalozzischule gibt sich Rektor Udo Hausdörfer verhältnismäßig entspannt "Wir werden die Schüler am 2. Oktober begrüßen und uns dann zurück ziehen, damit sie erstmal ankommen können." Die Bauarbeiten sollen planmäßig bis zu den Herbstferien
abgeschlossen sein. Im Moment streichen die Fachleute noch eifrig die Wände.
Vorfreude auf Ruhe
Schüler und Kollegium der Worthschule freuen sich trotz der vielen Vorbereitungen auf die neuen Räume ."Wir werden mehr Platz haben. Alles ist heller, ruhiger tu-id weiter", sagt Meyer-Albrecht. Im kleinen Gebäude in Goslars Innenstadt habe man so oft mit Lärm zu kämpfen gehabt. Ob Pferdekutschen oder Müllentsorgung, die Geräuschkulisse sei an manchen-Tagen unerträglich gewesen. Von den neuen Räumen erhoffen sich die Lehrer mehr Ruhe, damit sich ihre Klassen besser konzentrieren können. Anfängliche Ängste von Eltern seien ausgeräumt, so Meyer-Albrecht. Drei oder vier Abmeldungen habe es gegeben, bei der die Begründung der Umzug gewesen sei. "Es handelt sich aber um Familien, denen der neue Schulweg wohl zu weit ist."
Und eben diesen neuen Weg gilt es, mit den ersten bis vierten Klassen zu trainieren, Die Polizei geht mit dem Nachwuchs die sichersten Wege mehrfach ab. Und damit diese nicht vergessen werden, startet demnächst die "Aktion gelbe Füße". Auffällige Fußspuren auf dem Asphalt zeigen den Schülern Richtung und Gefahrenstellen an, wie zum Beispiel eine Ampelkreuzung.
Hoffen auf Miteinander
Als weitere Chance für die Grundschüler sieht die Rektorin auch die Mitbenutzung der Fachräume für Kunst- und Werkunterricht und auch für naturwissenschaftliche Fächer. Ein großer Pausenhof schafft Raum zum Spielen, den es in der Altstadt nicht gab. "Doch mh das Beste ist, dass wir nicht mehr auf dem Schleuderstuhl sitzen- und endlich langfristiger können, so Meyer-Albrecht. Denn das bisherige Domizil sei immer nur eine Zwischenlösung gewesen.
Auf ein gutes Miteinander hoffen beide Schulleiter. "Wir stehen bereits in Kontakt und sprechen die Zeiten für die Fachraumnutzung ab", so Udo Hausdörfer. Auch nach Berührungspunkten der beiden pädagogischen Konzepte werde gesucht. "Wir werden sicher alle mit viel gutem Willen herangehen. Das Zusammenwachsen ist ein kontinuierlicher Prozess, der benötigt Zeit.

GZ-Bericht vom 25. September 2009