Pestalozzischule mit Umbauplänen unzufrieden
Erweiterungsvorschläge wurden nicht berücksichtigt Schulleiter will die pädagogische Arbeit der Förderschule nicht gefährden

Von Sabine Kempfer
GOSLAR. Lehrer und Elternvertreter der Pestalozzischule stehen der geplanten Zusammenlegung der Förderschule mit der katholischen Worthschule kritisch gegenüber, insbesondere, was die bisher vorgelegten Bauvorschläge betrifft. "Wir tagen seit sechs Wochen zu diesem Thema", informiert Schulleiter Udo Hausdörfer. Aufgrund der Vereinbarung der Vertraulichkeit habe die Schule bislang geschwiegen.
"Wir haben uns seit längerem deutlich positioniert" bricht Hausdörfer jetzt das Schweigen: "Wir sehen das ganz anders." Wie, das stellte er jetzt in einigen grundlegenden Punkten dar.
Obwohl seitens der Pestalozzischule verschiedene Vorschläge zur Erweiterung der Schule gemacht worden seien, richteten sich die Vorschläge des Goslarer Gebäudemanagements allein auf eine "bauliche Verdichtung" innerhalb des Kerngebäudes für zwei Millionen Euro. Das bringe unter anderem eine Verlagerung von

Fachräumen in das Kellergeschoss sowie die Verkleinerung der vorhandenen Klassenräume mit sich. Die Lehrerschaft der Pestalozzischule fürchtet auch über die Umbauphase hinaus Qualitätsverluste für ihre pädagogische Arbeit, die bislang bei den Umbauplänen noch nicht berücksichtigt worden sei. "Wir haben gute Sachen auf die Reihe bekommen", meint Hausdörfer, der den erreichten Standard nicht gefährden will. Die erfolgreiche Arbeit werde bislang positiv durch die Möglichkeit der alleinigen Grundstücks- und Gebäudenutzung unterstützt die einen wertvollen Schutz vor Störungen von außen und damit eine gute Rahmenbedingung für ein positives Leerklima gewährleiste.
"Mit einer gemeinsamen Unterbringung von Grundschule Worthstraße und Pestalozzischule ist einem Gebäude würden zwei sehr heterogene Systeme zusammengeführt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Gebäude würde sich mehr als verdoppeln. Ein solches Vorgehen würde eine gute Vorbereitung unter pädagogischen Gesichtspunkten und eine Abstimmung der schulischen Konzepte aufeinander erfordern", so Hausdörfer, der nichts übers Knie brechen will.

GZ-Bericht vom 21.03.09