Georgenberg bleibt weiterhin Favorit des Rathauses
Stadtverwaltung untermauert ihre Position für den geplanten Umzug der Grundschule Worthstraße an die Pestalozzi-Förderschule
GOSLAR. Das Rathaus hat jetzt wie schon in der Vorwoche angekündigt seine Position zum geplanten Umzug der Grundschule Worthstraße an den Georgenberg zur Pestalozzi-Förderschule dargestellt. Die Verwaltung favorisiert diesen Standort. Bürgermeisterin Renate Lucksch hatte für SPD und FDP die Grundschule Sudmerberg als Alternative ins Gespräch gebracht. Die plötzliche Hast bei den Umzugsplänen bereitet der Politik wie berichtet allgemein Bauchschmerzen.
Erste Informationen aus der Verwaltung über den Sanierungsbedarf der Worthschule erhielten, schreibt Rathaus-Sprecherin Susanne Roßdeutscher, die Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung und der zuständige Ausschuss für Bürgerservice im Mai bzw. Juni 2008. Bereits zu diesem Zeitpunkt seien entsprechende Alternativ-Standorte vorgestellt worden, da bei Sanierung der Worthschule Kosten und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stünden. Als erster Favorit wurde damals übrigens die Grundschule Oberoker gehandelt.
Seit Dezember 2008 werde in Abstimmung mit der Worthschulen-Leitung die Entscheidung für die Pestalozzischule favorisiert, da entsprechende Alternativen nicht sinnvoll erschienen und die gemeinsame Unterbringung von Grund- und Förderschülern im Landkreis sehr erfolgreich praktiziert worden sei. Als weitere Aspekte für die Pestalozzischule werden die zu erwartenden erheblichen Einsparungen bei den Sanierungs- und den Unterhaltungskosten genannt.
Hinzu kommen laut Rathaus die grundsätzliche Verbesserung der baulichen Situation und der gesamten Schulinfrastruktur sowie die Gewährleistung einer durchgängigen Zweizügigkeit für die Worthschule. Auch sei der Georgenberg durch seine innenstadtnahe Lage mit entsprechender Anbindung zur Jakobikirche und dem St.-Jakobi-Kindergarten besonders gut geeignet.

Die Gesamtschülerzahl von etwa 270 Schülern wäre im Gebäude der Pestalozzischule nach Einzug der Worthschule wieder auf dem Stand des Jahres 2004, als dort noch die Hauptschule Georgenberg untergebracht war. Auch dann würden die derzeit im Vergleich sehr großzügig bemessenen Flächen für die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule weiterhin über den Empfehlungen des Kultusministeriums liegen. Das gesamte Schulgebäude wäre mit Ausnahme von Schönheitsreparaturen langfristig saniert und der Schulstandort Förderschule insbesondere vor dem Hintergrund des Regionalen lntegrationskonzeptes gesichert.
Die Gesamtsanierungskosten für die Pestalozzischule einschließlich Unterbringung der Worthschule belaufen sich nach Angaben der Stadt auf 2,1 Millionen Euro. Der Anteil für die Worthschule beträgt 682000 Euro. Dem gegenüber stehen Sanierungskosten für die Worthschule in Höhe von 1,5 Millionen Euro sowie noch nicht kalkulierte Kosten für eine zeitweise externe Unterbringung der Schule bei einer Bauzeit von etwa drei Monaten. Die Sitzungsvorlage wird am 6. Mai im Ausschuss für Bürgerservice und am 19. Mai im Verwaltungsausschuss und Rat behandelt. Erklärtes Ziel der Verwaltung ist die Sanierung des Gebäudes der Pestalozzischule in den Sommerferien, so dass der Einzug der Worthschule zum neuen Schuljahr 2009/2010 erfolgen könnte.

fh

GZ-Bericht vom 23.April 2oo9