Sicherheit u. Gewaltprävention


5.1.10. (Konzept zur Sicherheit und Gewaltprävention)
Konzeptioneller Ansatz
Die Prävention ist gemäß dem niedersächsischen Bildungsauftrag (§2 NSchG) ein Teil der schulischen Erziehung. In diesem Konzept sollen gewaltpräventive Maßnahmen zusammengefasst und koordiniert werden, die in den verschiedenen Jahrgangsstufen von den jeweiligen Klassen- oder Fachlehrkräften durchgeführt werden. Des Weiteren wird die Gewährleistung der Sicherheit aller Personen in der Schule erläutert.

Alle relevanten Themen wie Gewalt, Sicherheit, Suchtmittel, Gesundheit, Ernährung und Bewegung werden im Sicherheits- und Gewaltpräventionskonzept erfasst. Die einzelnen Bausteine stehen in einem sinnvollen Zusammenhang. Die Inhalte des Konzepts sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.

(Weitere Informationen im Schulprogramm)



Jeder Schüler der Pestalozzischule soll in einer positiven Atmosphäre lernen können und dabei ein Verständnis für den anderen entwickeln. So entsteht eine gefühlte Gemeinschaft.
Durch respektvollen Umgang miteinander soll das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl aller am Schulleben beteiligten Personen gestärkt werden.
Die Förderung der Konfliktfähigkeit und Stärkung der Teamfähigkeit sollen ebenfalls helfen, die Gemeinschaft und die Ich-Identität (Wer bin ich? – Wo sind meine Fähigkeiten? – Welche Schwachpunkte meiner Persönlichkeit will ich im Rahmen des mir Möglichen verändern?) zu stärken.
Auf den Ebenen der Gewaltprävention und der Intervention wird mit den Eltern sowie mit Institutionen wie z. B. dem Weißen Ring, der Polizeiinspektion Goslar, der Erziehungsberatungsstelle und dem Allgemeinen Sozialdienst zusammengearbeitet.
Die Entwicklung des Selbstbewusstseins, des Gemeinschaftssinns und der Gesundheit wird an unserer Schule durch diverse Aktivitäten, Angebote, Veranstaltungen, Unternehmungen und Fahrten gefördert. Dadurch soll der Entstehung von unangemessenen und gewalttätigen Konflikten vorgebeugt werden.
Folgende Bausteine des Gewaltpräventionskonzepts in der Pestalozzischule sollen exemplarisch benannt werden:
Ø Faustlos ist ein im Sachunterricht der Primarstufe verankertes Unterrichtsprogramm zur Verminderung impulsiven und aggressiven Verhaltens und zur Verbesserung der sozialen Kompetenz.
Ø Lionsquest
- Erwachsen werden ist ein Programm der Sekundarstufe zur Stärkung der Selbstwahrnehmung, des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz. Es soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in einer Gruppe sozial angemessen sowie themenzentriert handeln und reagieren zu können.
Ø Sozialkompetenztraining wird vom Beratungslehrer und besonders geschulten Lehrkräften durchgeführt. Folgende Inhalte werden alters- und entwicklungsangemessen besprochen und „trainiert“:
· Empathie: Die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu verstehen und zu beantworten
· Impulskontrolle: Die Fähigkeit, Probleme in sozialen Situationen durch Nachdenken systematisch zu lösen statt gefühlsmäßig impulsiv zu reagieren.
· Umgang mit Ärger und Wut: Wie nehme ich diese Gefühlszustände bei mir wahr, wie beruhige ich mich, wie kann ich mich positiv verstärken und wie kann ich zukünftig Wutanfälle verhindern?
Ø Trainingsraumprogramm
Kommt es innerhalb des Unterrichts zur Androhung oder Ausübung von Gewalt, so greift als sofortige Interventionsmaßnahme der Besuch des Trainingsraums. Hier besteht für den „Täter“ die Möglichkeit, die negativen Geschehnisse aufzuarbeiten und einen Rückkehrplan für die Unterrichtszeit zu erstellen (Link Trainingsraumkonzept)
Bei gewalttätigen Aktionen, soll die eingeleitete Sanktion für den „Täter“ als logische Folge aus dem Geschehen nachvollziehbar sein. Die Sanktion muss individuell beschlossen werden. Es erfolgt immer ein Täter-Opfer-Ausgleich.
Vereinbarungen zur sozialen Wiedergutmachung werden auf ihre Einhaltung überprüft. Dem Täter wird nach erfolgter Wiedergutmachung bei der Eingliederung in die Gemeinschaft geholfen.



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