Goslar: Die Klasse 9 der Pestalozzischule besucht im Rahmen des ZISCH Projekts die Goslarsche Zeitung und erfährt Interessantes über die Druckerei. Die Goslarsche Zeitungsdruckerei in der Innenstadt druckt jede Nacht Zeitungen für den Morgen. Die meisten wissen gar nicht, wie viel Aufwand dahinter steckt. Jeden Nacht werden über 3636Kg Papier verbraucht, und jeden Tag arbeiten die Mitarbeiter am PC und schieben die Zeitungsberichte hin und her, damit sie dann in der Zeitung angepasst gedruckt werden können. Aber auch das Extra am Mittwoch, Broschüren und Prospekte, Telefonbücher und mehr werden hier gedruckt. Die Klasse 9 der Pestalozzischule entschloss sich im Rahmen des Zisch-Projekts, die Druckerei zu besichtigen. Herr Weiss, ein Redakteur der GZ, führte durch das Pressehaus. Er zeigte alles, was mit dem Druck zu tun hat, und die Klasse lernte dabei eine ganze Menge. Die Schülerinnen und Schüler hatten das Glück, dass das „Extra“ immer dienstagmittags gedruckt wird, so bekamen sie sogar den Andruck mit. Die Druckerei für Broschüren, Bücher usw. hat 5 große Druckmaschinen: jeder Drucker hat eine Farbe: blau, rot, gelb und schwarz, so wie beim PC auch, der fünfte Druck ist der Mischdruck. In einer Stunde werden ca.10000 Bögen gedruckt, die aber noch maschinell geschnitten, gefaltet und geheftet werden müssen. Das Herz der GZ ist die Abteilung mit der Hauptdruckermaschine - diese ist mehr als 50 Tonnen schwer und 20 Meter lang und 5 Meter hoch! Als Druckplatten für die Goslarsche Zeitung werden Aluminiumplatten verwendet, die man auf eine Rotationsmaschine spannt. Zuvor werden die beschichteten Platten in der Dunkelkammer belichtet, die nur mit Kunstlicht beleuchtet wird, weil dort lichtempfindliches Material gelagert wird. Sie werden dann als Druckstock verwendet. Das Material wird nach dem Druck eingeschmolzen und wieder verwendet. Eine wichtige Aufgabe für die Mitarbeiter in der Druckabteilung ist das Anbringen der Papierrollen: Wenn eine Rolle fast leer ist, wird die nächste Rolle dran geklebt. Diese wird aus dem Papierlager herübergerollt. Dass sie sehr schwer ist, nämlich genau 909 kg, merkte die Klasse, als die Jugendlichen sie bewegen wollten. Nur mittels einer Rollschiene schafften sie das. Das Material kommt ursprünglich aus Finnland, dort werden die Bäume abgeholzt und in Schweden wird zu Papier verarbeitet, wobei je eine Hälfte neues und eine Hälfte Altpapier vermischt werden. Daher ist die GZ auch nicht blütenweiß. Auf eine Papierrolle sind 15 Km Papier aufgewickelt. Eine Rolle kostet 500 Euro. Die GZ braucht 4 Rollen täglich und die Extra am Mittwoch 6 Rollen Papier. In einer Woche verbraucht die GZ 30 Rollen Papier. Fehldrucke kommen ins Altpapier. Noch während die Druckmaschine läuft, wird der Druck geprüft, ein Mitarbeiter nimmt eine Zeitung aus der Maschine und untersucht mit der Lupe oder mit dem Scanner den Druck. Sind die Farbabstände nicht exakt, wird das bei laufender Maschine berichtigt. Der Spruch hierzu von Herrn Weiß lautete:„Wenn die Maschine druckt, wird sie nicht angehalten, es sei denn, der Papst stirbt!“.
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